Lutz Müller
1. Vorsitzender
Ehemaliger ICE Freiwilliger in Turin, Italien.
Ein Jahr nach dem Mauerfall habe ich mich für den damaligen „Friedensdienst“ beworben. ich hatte die Arbeit von Pater Rieth in Aachen kennengelernt und war fasziniert: hier bot sich die Möglichkeit, die eigene Abenteuerlust mit dem Einsatz für soziale Gerechtigkeit sowie Frieden und Versöhnung zu verbinden. Im Schatten des ehemaligen Westfalls in der Eifel ausgewachsen, hatte ich Grenzen nie als trennend erlebt; Grenze, wie ich sie kannte, war durchlässig und die Zollbeamten Nachbarn. In Grenzen nicht primär das trennende zu sehen, das begleitet mich bis heute. Die Begegnung mit Menschen jenseits der eigenen Grenzen zu suchen, sich auf andere einzulassen und sich gegen Ausgrenzung zu wehren, das möchte ich mit meinem Engagement bei der Stiftung möglichst vielen jungen Menschen ermöglichen.
Susanne Schulz
Stellvertretende Vorsitzende
Ehemalige ICE Freiwillige in Obuchiv, Ukraine.
Im Rahmen meines Freiwilligendienstes habe ich Menschen mit Behinderung und deren Familien im Alltag unterstützt. Heute setze ich mich dafür ein, dass junge Menschen weiterhin die Möglichkeit haben, einen Auslandsaufenthalt mit einer sozialen Tätigkeit zu verknüpfen, denn aus eigener Erfahrung weiß ich: Die entstehenden persönlichen Beziehungen reichen weit über den Freiwilligendienst hinaus und sind so ein geeignetes Mittel ein friedliches und tolerantes Miteinander in Europa und in der Welt zu fördern.
Sarah Hodgson
Schatzmeisterin
Ehemalige ICE Freiwillige in Oleschky (früher: Zjurupinsk), Ukraine.
Auch über 20 Jahre nach meinem Freililligen Sozialen Jahr in einem Kinderheim in Oleschky (früher Zjurupinksk)/Ukraine bin ich unendlich dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte. Die Arbeit mit schwerst-mehrfach behinderten Kindern war für mich völlig außerhalb meines damaligen Erfahrungsschatzes und vor allem am Anfang eine große Herausforderung. Doch die Menschen in der Ukraine, besonders aber die Kinder, mit denen ich täglich gearbeitet habe, haben mich tief berührt. Dass ich sie ein kurzes Stück in ihrem Leben begleiten und unterstützen durfte, macht mich bis heute sehr glücklich. Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Freiwillig Soziales Jahr viele kommende Generationen von jungen Erwachsenen im besten Sinne tief prägen kann. Die Arbeit mit Menschen, die Hilfe und Untersützung brauchen, lässt einen auch zu sich selbst finden und stärker werden, sich in der heutigen Gesellschaft für Solidarität und Menschenwürde einzusetzen.